Geflügelpest
Nachdem eine zweistündige Arbeit durch einen unerwarteten Fehler zunichte gemacht wurde, hier nun der zweite Anlauf, also:
Ich war heute wieder einmal im Botanischen Garten zu Berlin. Während ich mich dort noch über die vorsorglichen Maßnahmen bezüglich der Käfighaltung der Hühnerhirse (Echinochloa crus-galli) wegen der Vogelgrippe (der jahundertelang hierzulande gebräuchliche Name Geflügelpest kommt dank überseeischem Einfluß ja immer mehr aus der Mode) wunderte,
wurde mir einige Schritte weiter klar, warum auch andere Anpflanzungen ähnlich stark geschützt waren:
Zwei Piepmätze hatten sich an den Pflanzen gütlich getan und fanden nun keinen Ausweg mehr. Einem Vogel gelang tatsächlich – dank meiner Hilfe – nach kurzer Zeit die Flucht, der andere hatte sich jedoch hoffnungslos verheddert. Nun stand ich erst einmal vor einem schier unlösbaren Problem: Was sollte ich tun, pfeifend von dannen schlendern oder mich der Kreatur annehmen, schließlich siegte doch mein gutes Herz und ich begann mit einer (für mich) noch nie dagewesenen Rettungsaktion, bei der ich die Entwicklungsgeschichte der Menschheit in einem zehnminütigem Kampf Mensch – Kreatur – Fangstricke durchlitt:
- Zunächst begann ich mit dem Versuch, mit den Händen die Kunststoffstrippen auseinanderzureißen. Doch keine Chance, die Dinger waren zu fest, mir gelang zwar, einige Verwicklungen zu lösen, doch der Vogel blieb in der Falle, inzwischen mit einem blutig gescheuerten Flügel

- Also was anderes: Ich nahm zwei Wackersteine (naja, es waren Kiesel) und begann zu reiben. Aber weder lösten sich die Schlingen, noch entwickelte sich Feuer. Das Tier begann nur immer heftiger zu zappel und versuchte, mit Schnabelpicken, fürchterlichem Gezirpe und Krallenkratzen sich meiner zu erwehren. Er begriff offenbar nicht, daß ich doch der Gute war…
- Dann fiel dem Guten ein, daß er doch einen Schlüsselbund in der Hose hatte (ein Junge hat ja eigentlich immer sein Schweizer Messer dabei). Und siehe da, eine Strippe nach der anderen löste sich und das nunmehr sicher glückliche Wesen stob mit einem Dankes-Tschilp von dannen.
Und so konnte auch ich mich zufrieden Richtung Glashäuser auf den Weg machen, nicht ohne in Nordamerika und Japan noch einmal zu rasten. Ich begutachtete den Fortgang der Bauarbeiten, über die ja trefflich in der Readers Edition der Netzeitung bereits berichtet wurde.
So, das wars. Wer an weiteren Bildern interessiert, wird hier fündig.
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29. August 2006 um 08:35
Wir hatten uns schon auf einen Papagei gefreut, wurden aber immerhin durch das Bild eines simplen Grünlings entschädigt. Viele Grüße O.W. u.A.G
29. August 2006 um 21:05
Liebe Oh Weh AG,
vielen Dank für die rasche Bestimmung, ich bin wieder einmal vollständig zufrieden mit Ihrer Dienstleistung, vielen Dank dafür. Ich kann Ihre Firma nur weiterempfehlen.