Am Scheidewege
Naja, klingt schlimmer, als es ist! Denn heute lag vor meiner Wohnungstür (die Post wird auch immer dämlicher) die neue Ausgabe der Jahesschrift für skeptisches Denken, Ausgabe Nr. 38, Jahrgang 2008/2009.
Beim Blick in das Inhaltsverzeichnis kam mir in den Sinn, daß die 29,90 € für das Abo gut angelegt sind, werd ich doch wieder jede Menge Lesestoff nach dem Motto haben
Überkommenes wird unserem Denken im gleichen Maße fragwürdig wie Fortschrittsgläubigkeit.
Da gibt es beispielsweise
- einen Artikel von Ulrich Grober zu dem mir schon lange “sauer aufstoßenden” Begriff der Nachhaltigkeit (noch schlimmer ist das Managergeschwätz: Das müssen wir nachhalten…): “Ein sperriger Begriff: Über die Erfindung von Nachhaltigkeit” oder
- eine Reisebeschreibung über China von Peter Cornelius Meyer-Tasch: “Chinesische Scheidewege Eindrücke einer China-Reise“, die mit der chinesischen Weisheit beginnt: Wer China einen Monat lang bereist, kann ein Buch schreiben, wer es ein Jahr lang besucht, einen Artikel. Wer zehn Jahre bleibt, wird verstummen.
- Interessant sind auch die Beiträge zu den mit Fortschritten in der Medizin einhergehenden ethischen oder allegemeinen Lebens-Fragen, wie etwa Walter Bruchhausen: “Die vielen Bedeutungen des >>Ethischen<< in der Medizin“, Michael Hauskeller: “Ist das Leben heilig?” oder Thomas Fuchs: “Das ungelebte Leben”
- Auch zum Thema Natur gibt es wieder Essays wie etwa Miki Sakamato: “Gärten: Das Kunstvolle und das Natürliche: Betrachtungen einer Japanerin” und Josef H. Reichholf: “Natur, die uns vorenthalten wird” (zum Thema: Wieder was weg, nämlich die Vielfalt der Arten)
- Kunst fehlt natürlich auch nicht mit Bildern des Schaffens von Gunther Klosinski: “Hände und Torsi” und Fotos über ein Indianerschicksal von Florian Schwarz.
Dies und noch vieles mehr (wie Weltethos, Zukunft der Vergangenheit, Beschleunigung, Entschleunigung, Sport, die Zukunft der Arbeit, Eisenbahn) versprechen anregende Stunden, auf die ich mich schon jetzt freue.
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