Monatsarchiv für Oktober 2008

 
 

Reaktionen auf “Für immer jung”

Es war unglaublich: Auf YT innerhalb von 20 Stunden etwa 2.000 Zugriffe auf mein Video, es fand sogar Eingang in verschiedene Blogs (natürlich nur wegen des Liedes von B. und Gott!). Inzwischen hab ich es gelöscht, da die Diskussion darüber doch leichte Bedenken brachte.

In diesem Zusammenhang kam auch die Frage auf, wie man denn für immer jung bleiben kann. Das ist dann doch ziemlich einfach: Abwarten und Tee trinken, natürlich den richtigen.

Jung-Tee

Jung-Tee

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Bushido trifft Gott

oder Für immer jung

Alles begann mit Alphaville

2000 hat es dann Karel Gott gesungen

bis es dann unlängst Bushido entdeckte und mit Gott neu aufnahm (mal sehen, wie lange es bei YT zu sehen hören sein wird).

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Herbstgedanken

Es klingt zwar banal, aber in knapp zwei Stunden Herbstspaziergang durch das sonnige Berlin, können schon einige Absonderlichkeiten passieren. Dies noch nicht ahnend, machte ich mich heute auf die Socken.

Als erstes sprach mich ein Busfahrer des 248ers an:

Da, eine A-4! Die scheint ja regelrecht in der Luft zu stehen!

Ich blickte zum Himmel und sah ein Flugzeug, hatte aber keine Ahnung, was für ein Typ das war, meinte er etwa eine Douglas A-4?

Meine nachträglichen Web-Recherchen machten mich da diesbezüglich nicht viel schlauer, ließen mich aber auf eine – für mich – kleine Sensation stoßen: So erfuhr ich beim Durchschauen der Liste der Flugzeugtypen, daß in meinem Geburtsort Lommatzsch einst vom VEB Apparatebau recht leistungsfähige Kleinflugzeuge gebaut wurden.

Nun aber weiter auf meinem Weg durch das herbstliche Berlin. Meine Schritte lenkten mich in die recht noble Podbielski-Allee, wo ich an dem Pracht-Bau der الجماهيرية العربية الليبية الشعبية الاشتراكية (von rechts nach links lesen) vorbeikam, was man selbstverständlich sofort als Sozialistische Libysch-Arabische Volks-Dschamahirija erkennt. Hier fiel mir spontan ein, daß der weise Staatenlenker soeben seine Milliarden (wo hat er die wohl her?) von den Schweizer Bankkonten abzieht, allerdings nicht etwa wegen der aktuellen Finanzturbulenzen – nein die Sache ist als Bestrafung der Schweiz gedacht, weil die Schweiz (!), nicht etwa deren Polizei oder Gerichte, es gewagt hat, einen seiner Söhne festzunehmen, der Hotelpersonal verprügelt haben soll. Die Schweiz (!) soll sich außerdem entschuldigen, die Pagen sind inzwischen (ebenfalls) finanziell abgefunden worden.

Also schnell weiter, was mir allerdings beim Einbiegen in die Lentze-Allee nicht so recht gelingen wollte (ich meine das “Schnell”), da mich eine (freie?) Mitarbeiterin des Privat-Unternehmens “Deutsche” Post AG, natürlich mit ihrem Zustellrad auf dem Bürgersteig entgegenkommend, ansprach mit den Worten:

Wo komme ich denn hier hin, wenn ich hier weiterfahre?

Darauf ich:

Sie kommen zum Ende der Lentze-Allee.

Sie:

Und was kommt dann?

Ich:

Dort sind die Podbielski-Allee/Ecke Pacelliallee.

Kartenbild

Oh da bin ich aber mächtig falsch, ich will zum Hohenzollerdamm!

Während sie sich wütend entfernte, rief ich ihr nach:

Ich denke, Sie sind Briefträger!

und dachte noch, “Scheiß-Postreform”, ob die Leute wohl morgen früh ihre Post haben? Ein Blick auf die Karte verrät außerdem, wenn sie weiter gefahren wäre, wäre sie irgendwann auch zum Hohenzollerndamm gekommen, aber für mich hatte sie schon kein Ohr mehr. Ich hörte sie nur noch laut schnattern und war unwillkürlich an die Gänsescharen erinnert, die dieser Tage langsam gen Morgenland ziehen.

Was ich dann sah, hatte ich nun wirklich noch nicht gesehen. Wenige Meter nach meinem Post-Disput öffnete ein junger Mann den Bürgersteig oder zumindestens den angrenzenden Vorhof. Und mit leisem Schnarren erhob sich – fast majestätisch – ein Müll-Container aus der Versenkung. Obwohl ich eigentlich diesmal keine Fotos machen wollte, das habe ich dann doch aufnehmen müssen (mit der Neuen!)

CIMG0834

Nee, Sachen gibt´s…

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Aus und vorbei II

Wie der Tod manchmal so spielt: Jörg Haider ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen.

Aus und vorbei

Heute morgen nahm ich in einer Art Vorahnung der Götterdämmerung einige Morgenbilder mit meiner alten Exilim auf, und sie, die mich so lange zuverlässig auf meinen Reisen um den Erdball und in Gottes naher Natur begleitet und recht annehmbare Bilder abgeliefert hat, machte noch dies

Mitte erwacht

und das

Vorort

DR/DB Stettiner Vorortbf/Carreé

und drei andere Aufnahmen, danach ging nichts mehr! Kein Display, kein An-/Aus-Schalter und wie zum Trotz fährt sie die Schnauze nicht mehr ein.

Das war´s also, und noch nicht einmal drei Jahre alt.

ExZ57

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Risiko 2.0

Unter diesem leicht modernistischen Titel haben sich vier Abgeordnete des Deutschen Bundestages von CDU, SPD, FDP und B 90/Grüne zusammengetan und gemeinsam mit einer Vielzahl von Fachleuten ein GRÜNBUCH herausgegeben, das sich mit den neuen Risiken in Deutschland befaßt.

Nun war und ist das Leben ja schon immer mit Risiken behaftet gewesen, so war es

  • im Mittelalter ziemlich riskant als eine etwas unvorteilhaft dreinschauende Frau, die sich außerdem noch seltsam gebärdete, als Hexe verschrien zu werden und auf dem Scheiterhaufen zu landen
  • auf Expeditionen ziemlich wahrscheinlich, sich – besonders in den Tropen – was ganz Fieses wegzuholen
  • bereits bei Reisen durch die deutschen Landen und auch andernorts sehr wahrscheinlich, in der Postkutsche von Wegelagerern ausgenommen zu werden
  • in der “DDR” höchst wahrscheinlich, wenn man etwas Falsches gesagt hatte, in den Knast zu wandern.

Und schließlich das größte Risiko des Lebens: die Gewißheit des Todes! Nun also Risiko 2.0, und ein Blick in das Grünbuch macht doch ziemlich nachdenklich.

War man sich bereits sicher, daß Privatisierung von Energie-, Wasser- und sonstiger Daseinsversorgung ein Irrweg ist (siehe: v. Weizsäcker: Grenzen der Privatisierung), so wird man bei der Lektüre des Grünbuches mehr als bestätigt.

Die vier Bundestagsabgeordneten haben im März 2007 das “Zukunftsforum Innere Sicherheit” gegründet und sich zahlreiche Fachleute ins Boot geholt. So haben am Grünbuch neben der Vierer-”Bande” Gerold Reichenbach, Hartfrid Wolff, Ralf Göbel und Silke Stokar von Neuforn beispielsweise mitgearbeitet

Das Grünbuch beschäftigt sich mit verschiedenen Szenarien, die uns in Deutschland durchaus und jederzeit treffen und unabsehbare, kaum zu bewältigende Folgen haben können. So befassen sich die Autoren beispielsweise mit

  • Totalstromausfall in ganz Deutschland (dann könnte ich beispielsweise diesen Beitrag zwar schreiben – mit Bleistift und Papier – aber nicht veröffentlichen, und das wäre noch das geringste Übel, Beispiele gab es ja bereits mehrere)
  • Terrorismus und Organisierte Kriminalität, die überall auf dem Vormarsch sind
  • Seuchen

Der Zusammenbruch des Finanzsystems ist nicht betrachtet worden, das war offenbar (?) nicht vorhersehbar.

In Anhängen werden Fragen der Notstromversorgung von Krankenhäusern, Tankstellen, Bedrohung durch Terrorismus, Szenarien aus deisem Bereich, Klimawandel, Seuchengeschehen und Aufgaben der Bundeswehr in der öffentlichen Sicherheit.

Alles in allem sehr interessant. Es bleibt die Frage, was man nun eigentlich selbst tun könnte, um die Auswirkungen für sich selbst irgendwie in den Griff zu bekommen. Soll man Vorräte anlegen? Wie kann man eigentlich im Winter in einer kalten MIetwohnung wochenlang leben?

Es ist ziemlich frustrierend, wie machtlos man im Falle eines Falles wäre! Nun immerhin gibt es einige grundlegende Hinweise und Ratschläge, wie sie beispielsweise beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe auf deren Homepage zu finden sind. Interessant ist auch ein Besuch von deNIS, wo man aktuelle Bedrohungslagen und Katastrophenhilfehinweise findet.

Hier kann man sich übrigens das Grünbuch herunterladen. (Grünbuch Zukunftsforum, Anhang 2.1 med Versorgung bei Stromausfall, Anhang 2.2 Notstromversorgung der Tankstellen, Anhang 3.1 Bedrohung durch Terrorismus und OK, Anhang 3.2 Szenarien Terrorismus und OK, Anhang 4.1 Klimawandel, Anhang 6 Beitrag der Bundeswehr zur öffentlichen Sicherheit)

Und: Nicht verrückt machen lassen!

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Computerlogbuch XIX

Wie aus zuverlässiger Quelle zu erfahren war, ist der Hersteller meiner Höllenmaschine pleite. Also, in der Hölle wird nicht mehr gebastelt. Ein Blick auf die HP der Firma scheint die schlechte Nachricht zu bestätigen. Na vielleicht ist es ja nur vorrrrrübergehend.

Der letzte Eintrag im Logbuch war hier.

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Kapitalismus am Ende?

Angesichts der aus der unglaublichen Gier entsprungenen Finanzkrise werden wieder einmal die Totenglöckchen des Kapitalismus geläutet. Geht das letzte Imperium USA unter und was kommt dann? Zurück in mittelalterliche Strukturen a la Orient? Soll Friedman, der Prediger des ungehemmten Marktes, wenn es noch ginge, den Nobelpreis zurückgeben?

In diesem Zusammenhang fand ich ein Interview in der gestrigen Kulturzeit besonders interessant, da ich

Das System Kultur erklärt die Welt

nennen möchte, sehr interessant, was da ein Kritiker anläßlich der “Kulturschenkung” der Ackermänner an das Städtel Frankfurt a Main gegeben hat.

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