Monatsarchiv für März 2009

 
 

Wieder was weg XX

Während ich vor einiger Zeit noch das Schließen des Wintergartens konsterniert konstatierte, gibt es heute einen Verlust in eigener Sache zu berichten.

Nachdem ich mich schon länger mit dem Gedanken getragen habe, habe ich mich dann doch anläßlich der 20. Verlustanzeige (siehe oben) entschlossen, mein Tagebuch einzustellen und vom elektronischen, öffentlichen, meist in eine uninteressierte Leere hineingeschriebenen Belanglosigkeiten wieder in eine papierne, und damit auch geheime Form zurückzukehren. Den wenigen treuen Lesern sei Dank für die freundliche Aufmerksamkeit. Adieu!

icke1a

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Nutzlos

Kinder singen nutzlose Lieder

… und Erwachse machen nutzlose Bilder, z. B. zum Frühlingserwachen

Crocus flavus

Thunbergia ikbaliana

Sonchus congestus

Puschkinia scilloides

Pulsatilla vulgaris

Hamamelis mollis

Daphne mezereum

Begonia 'Orange Rubra'

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Blumentopf

… und nun etwas ganz anderes

denn was reimt sich besser auf Splitterkopf als Blumentopf?

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Splitterkopf

Während ganz Deutschland (auch so ein Quatsch aus dem Bereich “Welthirnjauche”, ganz Deutschland!) sich noch über die Folgen aus den Handlungen drüsengestörter, mit sich und der Welt nicht zurechtkommender Mörder und Schulmassakerer (heißt das so?) auseinandersetzt und sich über die Sinnhaftigkeit von Mörder-Anlernspielen wie counterstrike und deren Verfügbarkeit streitet, werde ich und meinesgleichen seit kurzem in der MIT-Management-Sprachsülze als Splitterkopf bezeichnet. Soll man sich da noch wundern, in CS gehören zerplatzende und zersplitternde Köpfe zur lustigen Computeranimation (Bilder lasse ich hier mal lieber weg), in der Arbeitswelt werden Menschen abfällig mit derartigen sprachlichen Entgleisungen bezeichnet (natürlich ist alles gar nicht so gemeint!). Während die Leute früher Kruppianer, Reichsbahner oder sonst wie bezeichnet wurden und sich selbst so nannten, sind sie heute Menschenmaterial, Splitterköpfe oder was es sonst noch so gibt, wie wäre es denn mit Biomüll statt Rentner? Sprache ist so verräterisch!

Übrigens, Splitterkopf: Laut Grimmschem (nicht Märchen- sondern) Wörterbuch verstand man unter Splitterkopf

nd. splötterkopp: “Schreckgestalt für Kinder, mit einem Kopf aus Splittern.”

Bildlich kann man sich das etwa so vorstellen:

Hört man sich auf Berlins Straßen um, kommt einem das zu Ohren.

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Danke, Niels Frevert

Nun werden sich manche fragen, wer das denn nun wieder ist. Ich habe mich das auch gefragt und hätte nie einen Blogbeitrag über ihn geschrieben, wenn er nicht 1997 ein Lied geschrieben und gesungen hätte, das die Welt 2010 ziemlich gut wiedergibt, oder? Bloß nicht! Achso, das Lied geht so!

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Danke, Kaiserin 04/2009

Das Mag brachte mir u. a. auch eine Platte von der Black Peter Group ins Haus…!

Aussehen tun sie so, warholmäßig…

 
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Postindustriell

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Schlag-ins-Gesicht-Zeile

Als ich heute Morgen meine U-Bahn-Fahrt zum Büro machte – ich fahre immer schon zur “BZ-Berliner-Kurier-Berlin-BILD”-Zeit, da die FAZ-Tagesspiegel-Zeit für mich zu spät ist (der frühe Vogel fängt den Wurm), fiel mein Blick unwillkürlich auf die Rückseite des mir gegenüber sitzenden Berliner Kurier. Was ich da erblickte, ließ mich zunächst gar nicht stutzen, bis ich das verdaut hatte und fast laut lachen mußte. Da stand doch ein Bericht über eine abgehalfterte, englische Schlagersängerin (oh, Gott, auch so alt wie ich!!) und ihren jüngsten Liebhaber-Zuzug unter der Schlagzeile

Sie könnte seine Mutter sein

Jesus zieht bei Madonna ein

Jungs: Glaubt man den Geschichten, war Madonna (Maria) die Mutter von Jesus! Ob die das wohl absichtlich so geschrieben haben oder war es unfreiwillig komisch? Für mich jedenfalls fing der Tag einigermaßen witzig an…

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Schnitt

universitas03Mit dieser berühmten Szene aus dem Buñuel-Film Un chien analou (Ein andalusischer Hund) macht die neue Universitas (Orientierung in der Wissenswelt) zum Schwerpunkt Film – Traum – Wirklichkeit auf, wie immer mit fesselnden Artikeln, meist abseits des mainstreams. So wird die These verteten, daß Dokumentar- und Spielfilm – entgegen eines jahrzehntelang gepflegten unüberbrückbaren Grundsatzes auf dem besten Wege sind, zusammenzuwachsen. Als Beispiel wird u. a. mein langgehegter “Geburtstagswunsch” Waltz with Bazhir genannt.

Und wie immer – vierteljährlich – rutschte noch die kleine Schwester, die kinderUNIVERSITAS, heraus und lud ins Reich der Mitte, was ein Trend zu werden scheint. Die jugendlichen Autoren befassen sich mit der verbotenen Stadt, der chinesischen Sprache, der Kulturrevolution und einigen Risiken und Nebenwirkungen der chinesischen Entwicklung.

kinderuni

Dann brachte der Briefkasten noch die neueste Naturwissenschaftliche Rundschau ans Tageslicht, und auch die hatte einiges Interessantes zu bieten: Diesmal beschäftigte sich die Rundschau mit der Victoria-(Riesen-) Seerose (Victoria amazonica) und einem selten biophysikalischen Phänomen, dem Haareis. Ich gebe zu, davon hatte ich noch nie gehört.

Also: Wieder einmal: Sehr empfehlenswert.

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Klänge des Waldes

Ich nehm eine Platte auf, das Cover ist schon fertig

Klänge des Waldes  (c) 2009 F. S.… und der Titelsong auch schon, hört selbst: Sema

Nur der Name ist noch etwas langweilig, na vielleicht nenn´ ich mich Acid Queen. Oh, nein, das gibt´s ja schon, und gleich mehrfach!!

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