Splitterkopf
Während ganz Deutschland (auch so ein Quatsch aus dem Bereich “Welthirnjauche”, ganz Deutschland!) sich noch über die Folgen aus den Handlungen drüsengestörter, mit sich und der Welt nicht zurechtkommender Mörder und Schulmassakerer (heißt das so?) auseinandersetzt und sich über die Sinnhaftigkeit von Mörder-Anlernspielen wie counterstrike und deren Verfügbarkeit streitet, werde ich und meinesgleichen seit kurzem in der MIT-Management-Sprachsülze als Splitterkopf bezeichnet. Soll man sich da noch wundern, in CS gehören zerplatzende und zersplitternde Köpfe zur lustigen Computeranimation (Bilder lasse ich hier mal lieber weg), in der Arbeitswelt werden Menschen abfällig mit derartigen sprachlichen Entgleisungen bezeichnet (natürlich ist alles gar nicht so gemeint!). Während die Leute früher Kruppianer, Reichsbahner oder sonst wie bezeichnet wurden und sich selbst so nannten, sind sie heute Menschenmaterial, Splitterköpfe oder was es sonst noch so gibt, wie wäre es denn mit Biomüll statt Rentner? Sprache ist so verräterisch!
Übrigens, Splitterkopf: Laut Grimmschem (nicht Märchen- sondern) Wörterbuch verstand man unter Splitterkopf
nd. splötterkopp: “Schreckgestalt für Kinder, mit einem Kopf aus Splittern.”
Bildlich kann man sich das etwa so vorstellen:
Hört man sich auf Berlins Straßen um, kommt einem das zu Ohren.
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